Zusammenfassung
Dass ein Supermarktriese plötzlich mit drei eigentlich verfeindeten Lieferdiensten gleichzeitig kooperiert, ist die Geschichte, die den deutschen Food-Markt gerade am meisten bewegt. REWE lässt seine Waren nun über Uber Eats, Wolt und Lieferando gleichzeitig ausliefern und bricht damit mit der Logik, dass sich Plattformen exklusiv an einen Handelspartner binden. Für Kunden bedeutet das: Ein REWE-Einkauf landet künftig über drei verschiedene Kuriernetzwerke an der Haustür, je nachdem, welche App gerade geöffnet wird. Für die drei Lieferdienste selbst ist es ein Balanceakt zwischen Zusammenarbeit und Konkurrenz, denn sie kämpfen weiterhin erbittert um dieselben Kunden, nur eben jetzt mit demselben Warenlager im Rücken.
Details
Während sich die Lieferbranche neu sortiert, bleibt die klassische Fast-Food-Welt nicht ruhig. McDonald's Deutschland hat Ende September frische Chicken- und Burger-Varianten angekündigt und schafft es damit, die Speisekarte genau in dem Moment aufzufrischen, in dem Herbstangebote die Kundschaft locken sollen. Parallel dazu hält die deutsche Pressemappe der Marke eine auffällig hohe Schlagzahl, was zeigt, wie viel Kommunikationsarbeit aktuell in die Marke fließt. Burger King wiederum sorgt mit laufenden Rabattaktionen für Diskussionen über Preisgestaltung im Fast-Food-Segment, eine Debatte, die angesichts steigender Lebenshaltungskosten in Deutschland besonders aufmerksam verfolgt wird. KFC mischt sich mit Personalmeldungen und Gastro-Nachrichten in dieselbe Konversation ein und unterstreicht, dass der Wettbewerb um Fachkräfte in der Systemgastronomie mindestens so hitzig geführt wird wie der um Kunden. Abseits der Burger-Theken behauptet sich Flink als sichtbarster reiner Quick-Commerce-Anbieter, ein Beweis dafür, dass die Zehn-Minuten-Lieferung trotz aller Konsolidierung in der Branche noch lange nicht ausgedient hat. Starbucks nutzt die Jahreszeit geschickt für saisonale Aktionen auf seiner deutschen Website und hält damit die Kaffeehauskette im Gespräch, während Tchibo mit frischen Kaffeereport-Themen zeigt, dass auch traditionsreiche deutsche Marken weiterhin Schlagzeilen produzieren können. Selbst McDonald's taucht gleich zweimal im Bild auf, einmal als globale Produktmarke, einmal als deutsche Kommunikationsmaschine, was verdeutlicht, wie vielschichtig die Markenpräsenz eines einzigen Konzerns sein kann.
- 1Dass ein Supermarktriese plötzlich mit drei eigentlich verfeindeten Lieferdiensten gleichzeitig kooperiert, ist die Geschichte, die den deutschen Food-Markt gerade am meisten bewegt.
- 2REWE lässt seine Waren nun über Uber Eats, Wolt und Lieferando gleichzeitig ausliefern und bricht damit mit der Logik, dass sich Plattformen exklusiv an einen Handelspartner binden.
- 3Für Kunden bedeutet das: Ein REWE-Einkauf landet künftig über drei verschiedene Kuriernetzwerke an der Haustür, je nachdem, welche App gerade geöffnet wird.
- 4Für die drei Lieferdienste selbst ist es ein Balanceakt zwischen Zusammenarbeit und Konkurrenz, denn sie kämpfen weiterhin erbittert um dieselben Kunden, nur eben jetzt mit demselben Warenlager im Rücken.
- 5Während sich die Lieferbranche neu sortiert, bleibt die klassische Fast-Food-Welt nicht ruhig.
Fazit
Unterm Strich zeigt der heutige Tag einen Markt, der sich gleichzeitig auf zwei Ebenen bewegt: Oben die klassischen Fast-Food-Ketten, die mit neuen Produkten und Preisaktionen um Sichtbarkeit ringen, unten die Lieferlogistik, die durch Kooperationen wie die von REWE völlig neu gedacht wird. Für Verbraucher in Deutschland bedeutet das vor allem mehr Auswahl und mehr Vergleichsmöglichkeiten, für die Anbieter selbst aber auch mehr Druck, sich ständig neu zu erfinden. Wer in diesem Umfeld bestehen will, braucht offenbar beides: ein überzeugendes Produkt an der Theke und einen klugen Partner an der Haustür.