Zusammenfassung
Es ist ein Satz, der die gesamte Lieferbranche in Deutschland derzeit umtreibt: REWE liefert jetzt direkt aus seinen Märkten – über Uber Eats, Wolt und Lieferando. Was für den Handel eine strategische Erweiterung ist, entfacht in der Gastronomie- und Lieferwelt eine regelrechte Debatte. Lieferando steht dabei im Zentrum des Geschehens, denn die Plattform muss sich plötzlich nicht nur gegen klassische Essenslieferungen, sondern auch gegen frisch gelieferte Supermarktware behaupten. Die Fronten verschieben sich, und alle Beteiligten müssen neu kalkulieren, wie sie ihre Position in diesem veränderten Liefermarkt sichern.
Details
Wolt und Uber Eats profitieren dabei zunächst handfest von der REWE-Kooperation, denn beide Dienste werden nun in einem völlig neuen Kontext genutzt – nicht nur für Restaurantessen, sondern auch für den schnellen Wocheneinkauf. Gleichzeitig entfacht diese Entwicklung eine politische Diskussion über Lieferbedingungen und Arbeitsrealitäten in der Branche, die Wolt aktuell besonders stark in die Schlagzeilen bringt. Während sich die Plattformen neu sortieren, bleiben die Fastfood-Riesen nicht untätig: McDonald's hat Mitte September neue Burger-Rezepturen und eine überarbeitete Menüplattform vorgestellt, mit der der Konzern versucht, die Kundschaft trotz wachsender Konkurrenz bei der Stange zu halten. Burger King setzt currently vor allem auf Aktionen über Lieferando und hält sich damit in der Liefer-Community sichtbar, während Domino's Pizza mit neuen Dips und Sonderkampagnen Ende August und Ende September für frischen Gesprächsstoff sorgt – ein Zeichen dafür, dass auch etablierte Ketten ihre Angebote ständig nachschärfen müssen, um relevant zu bleiben. Subway hat gleich zweimal im September, am 2. und am 22., neue Menü- und Franchise-Nachrichten veröffentlicht und zeigt damit, wie sehr sich Systemgastronomen aktuell um Sichtbarkeit bemühen. Five Guys wiederum profitiert von seiner wachsenden Verfügbarkeit auf Lieferando und der fortschreitenden Expansion in Deutschland, wodurch die Burgerkette gerade bei einem jüngeren, lieferaffinen Publikum an Boden gewinnt. Etwas ruhiger, aber keineswegs unsichtbar, bleiben die Kaffeemarken: Starbucks hält seine Präsenz allein durch die schiere Größe seines Filialnetzes aufrecht, und Tchibo behauptet sich als feste Größe im Handels- und Kaffeesegment, auch ohne spektakuläre Einzelmeldung.
- 1Subway hat gleich zweimal im September, am 2. und am 22., neue Menü- und Franchise-Nachrichten veröffentlicht und zeigt damit, wie sehr sich Systemgastronomen aktuell um Sichtbarkeit bemühen.
- 2Es ist ein Satz, der die gesamte Lieferbranche in Deutschland derzeit umtreibt: REWE liefert jetzt direkt aus seinen Märkten – über Uber Eats, Wolt und Lieferando.
- 3Was für den Handel eine strategische Erweiterung ist, entfacht in der Gastronomie- und Lieferwelt eine regelrechte Debatte.
- 4Lieferando steht dabei im Zentrum des Geschehens, denn die Plattform muss sich plötzlich nicht nur gegen klassische Essenslieferungen, sondern auch gegen frisch gelieferte Supermarktware behaupten.
- 5Die Fronten verschieben sich, und alle Beteiligten müssen neu kalkulieren, wie sie ihre Position in diesem veränderten Liefermarkt sichern.
Fazit
Das Gesamtbild des Tages zeigt eine Branche im Umbruch: Der klassische Lieferdienst-Markt wird durch den Einstieg großer Handelsketten wie REWE fundamental herausgefordert, während die etablierten Fastfood-Marken mit neuen Produkten und Kampagnen gegenhalten, um ihre Kundschaft nicht an die neue Konkurrenz zu verlieren. Für Verbraucher bedeutet das eine noch größere Auswahl an Wegen, an Essen zu kommen – vom Restaurant über die App bis zum Supermarktregal direkt vor die Haustür. Für die Unternehmen selbst wird der Tag zum Beleg dafür, wie eng Handel, Lieferlogistik und Gastronomie inzwischen miteinander verwoben sind und wie schnell sich Marktanteile in diesem Umfeld verschieben können.