Zusammenfassung
REWE hat sich mit einer Serie frischer Pressemitteilungen rund um Sofortlieferung und neue Kühltechnik an die Spitze des deutschen Quick-Grocery-Geschehens gesetzt. Der Supermarktriese demonstriert damit, wie ernst er den Wettbewerb um die schnelle Lebensmittellieferung nimmt, und setzt mit technischen Neuerungen in der Kühlkette ein klares Zeichen an Kunden und Konkurrenz gleichermaßen. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer heute noch auf den klassischen Wocheneinkauf setzt, verpasst, wie schnell sich der deutsche Lebensmittelhandel gerade neu erfindet.
Details
Fast zeitgleich liefern sich MediaMarkt und Saturn ein cleveres Duo-Manöver: Mit einer gemeinsamen Mehrwertsteuer-Aktion locken beide Elektronikketten Kunden schon Wochen vor dem eigentlichen Black-Friday-Trubel in die Filialen – ein Vorgeschmack, der zeigt, wie sehr sich der Wettbewerb um die Vorweihnachtssaison inzwischen vorverlagert hat. Während die Elektronikriesen also um Rabatte kämpfen, baut Netto Marken-Discount seine Position im Biosegment gezielt aus: Die vertiefte Zusammenarbeit mit Alnatura und die Expansion in Süddeutschland signalisieren, dass der Discounter nicht länger nur über den Preis, sondern zunehmend über Qualität und Nachhaltigkeit punkten will. EDEKA hält mit eigenen Prospektaktionen dagegen und sorgt mit klassischen Angebotswellen dafür, dass der traditionelle Lebensmittelhandel neben den schnelllebigen Lieferdiensten nicht ins Hintertreffen gerät. Im Baumarktsegment tobt derweil ein eigener kleiner Preiskampf: OBI und BAUHAUS überbieten sich mit aktuellen Prospekten und Angebotsunterlagen, wodurch beide Ketten in einem Segment sichtbar bleiben, das traditionell stark saisonabhängig ist und gerade jetzt, vor dem Wintereinbruch, besonders umkämpft ist. Auf der Shopping-Center-Bühne sorgt ALEXA in Berlin für Gesprächsstoff, nachdem das Center in einem aktuellen Ranking auf einen vorderen Platz vorrückte – ein Erfolg, der zeigt, dass stationäre Einkaufszentren trotz Online-Konkurrenz weiterhin Besucherströme mobilisieren können. Im Ruhrgebiet sorgt der Westfield Ruhr Park mit Umbauten und neuer Gastronomie für frischen Wind und positioniert sich damit bewusst als Erlebnisort, der über den reinen Einkauf hinausgeht. Und ganz am anderen Ende der Preisskala bleibt ALDI mit seiner dauerhaften Präsenz im harten Preiswettbewerb der Fixpunkt, an dem sich alle anderen Supermärkte und Discounter weiterhin messen lassen müssen.
- 1REWE hat sich mit einer Serie frischer Pressemitteilungen rund um Sofortlieferung und neue Kühltechnik an die Spitze des deutschen Quick-Grocery-Geschehens gesetzt.
- 2Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer heute noch auf den klassischen Wocheneinkauf setzt, verpasst, wie schnell sich der deutsche Lebensmittelhandel gerade neu erfindet.
- 3EDEKA hält mit eigenen Prospektaktionen dagegen und sorgt mit klassischen Angebotswellen dafür, dass der traditionelle Lebensmittelhandel neben den schnelllebigen Lieferdiensten nicht ins Hintertreffen gerät.
- 4Im Ruhrgebiet sorgt der Westfield Ruhr Park mit Umbauten und neuer Gastronomie für frischen Wind und positioniert sich damit bewusst als Erlebnisort, der über den reinen Einkauf hinausgeht.
- 5Und ganz am anderen Ende der Preisskala bleibt ALDI mit seiner dauerhaften Präsenz im harten Preiswettbewerb der Fixpunkt, an dem sich alle anderen Supermärkte und Discounter weiterhin messen lassen müssen.
Fazit
Zusammengenommen zeigt der heutige Tag einen deutschen Einzelhandel, der auf mehreren Ebenen gleichzeitig um Kundschaft kämpft: Lebensmittler ringen um Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit, Elektronikketten um clevere Rabattaktionen, und Shopping-Center kämpfen um Aufenthaltsqualität statt reiner Kaufkraft. Wer die Bewegungen von REWE bis ALDI nebeneinanderlegt, erkennt ein Muster: Der Wettbewerb verlagert sich zunehmend weg vom reinen Preis und hin zu Tempo, Erlebnis und Vertrauen – und genau darum wird in den kommenden Wochen weiter hart gerungen werden.