Zusammenfassung
Diese Woche sorgte in Japans Luxusbranche am stärksten für Aufsehen: Dior. Die Vorstellung der neuen Kollektion „Dior Originals“ fiel genau mit der jährlich stattfindenden Weihnachts-Coffret-Kampagne zusammen, und von den Verkaufsflächen der Kaufhäuser bis zu den Gesprächen in den sozialen Medien war sofort alles in Bewegung. Limitierte Verpackungen für Parfums und Make-up sind ein Projekt, auf das die Fans jedes Jahr sehnsüchtig warten. In diesem Jahr jedoch erregt die zusätzliche Präsentation einer neuen Kollektion weit mehr Aufmerksamkeit als ein gewöhnliches Saisonprodukt. Es war einmal mehr der Beweis dafür, dass die Maisons die Hauptakteure des Weihnachtsgeschäfts sind.
Details
Nach Dior haben auch andere Maisons nacheinander nachgelegt. Louis Vuitton erzielte mit seinem Herbst-Special zu Geldbörsen eine starke Präsenz und prägt den Luxusmodetrend dieser Saison. Lederwaren, die Praktikabilität und Werterhalt verbinden, finden nicht zuletzt wegen des schwachen Yen bei Käufern im In- und Ausland anhaltend großen Zuspruch, wie die starke Resonanz auf das Special belegt. In der Uhrenwelt stach Hublot hervor. Die Kooperationsuhr mit dem zeitgenössischen Künstler Jeff Koons wurde in Fachmedien groß besprochen und galt als seltenes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Uhrmacherei. Sie ist mehr als eine bloße Neuheit, denn sie dient als Projekt, das die Kreativität der Marke selbst zeigt. Im Schmuckbereich war Tiffany in zwei Kontexten präsent. Die Vorstellung neuer Hochjuwelierkreationen belebte die Nachfrage nach Luxusschmuck spürbar, während die im Oktober angekündigte neue Hardware-Linie auf dem japanischen Markt ebenfalls starke Aufmerksamkeit erhielt. Interessant ist, dass sich traditioneller Hochschmuck und eine alltagstauglichere Accessoires-Linie gleichzeitig entwickeln. Im Bereich Duft und Kosmetik hat Chanel mit seinem neuen Eau de Parfum und dem Weihnachts-Coffret die Präsentationen in Kaufhäusern und redaktionelle Inszenierungen dominiert. Auch Yves Saint Laurent sicherte sich mit seinem Weihnachtsduft und seiner Kosmetikkampagne starke Sichtbarkeit und nutzte die saisonale Nachfrage gezielt. Bei Taschen und Geldbörsen sorgte Prada mit einer auf den 1. Oktober ausgerichteten Kampagne für großen Widerhall und steigerte die Kaufbereitschaft in Japan. Unter den heimischen Marken hat Grand Seiko seine Position im Markt für hochwertige Uhren durch limitierte Modelle und Ausstellungen kontinuierlich ausgebaut. Pomellato machte mit der Vorstellung einer neuen Kollektion, die erstmals in Japan erscheint, Schlagzeilen. Das zeigt eindrucksvoll, wie viel Aufmerksamkeit der Markteintritt ausländischer Maisons erzeugen kann.
- 1Bei Taschen und Geldbörsen sorgte Prada mit einer auf den 1.
- 2Diese Woche sorgte in Japans Luxusbranche am stärksten für Aufsehen: Dior.
- 3Limitierte Verpackungen für Parfums und Make-up sind ein Projekt, auf das die Fans jedes Jahr sehnsüchtig warten.
- 4In diesem Jahr jedoch erregt die zusätzliche Präsentation einer neuen Kollektion weit mehr Aufmerksamkeit als ein gewöhnliches Saisonprodukt.
- 5Es war einmal mehr der Beweis dafür, dass die Maisons die Hauptakteure des Weihnachtsgeschäfts sind.
Fazit
Betrachtet man das Gesamtbild, zeigt sich, dass der Luxusmarkt in dieser Woche auf einer gemeinsamen Bühne des Weihnachtsgeschäfts agiert, auf der jede Maison mit eigenen Stärken antritt. Manche Marken zielen mit Düften und Coffrets auf die saisonale Nachfrage, andere betonen ihre Kreativität durch Künstlerkooperationen und neue Hochschmuckkollektionen. Dass Sonderthemen zu Geldbörsen und Taschen so starke Reaktionen auslösen, zeigt zudem, dass Luxus nach wie vor eine robuste Nachfrage nach praktischen Produkten hat. Es wird erwartet, dass sich diese Dynamik zum Jahresende weiter beschleunigt und die Unterschiede in den Strategien der einzelnen Maisons immer deutlicher hervortreten.