Zusammenfassung
Starbucks hat einmal mehr gezeigt, warum die Kette in Mexiko die gastronomische Diskussion dominiert: Die Día-de-Muertos-Kollektion, kombiniert mit einer speziellen Oktober-Kooperation, sorgte fast zeitgleich für Aufruhr in den sozialen Netzwerken und lange Schlangen in den Filialen. Das ist weder Zufall noch Glück. Die amerikanische Kaffeehauskette weiß, dass saisonale Termine in Mexiko nicht nur Marketing sind, sondern Identität, und hat dieses Gefühl in diesem Monat besser eingefangen als jede andere Food-Marke.
Details
Das eigentliche Schlachtfeld im Oktober waren jedoch Logistik und Preis. Walmart Express hat seine Filialen umgebaut, und zwar ausschließlich mit Blick auf Kundinnen und Kunden, die vom Handy aus einkaufen. Damit positionierte sich die Kette als Maßstab für Quick Commerce, im Wettbewerb mit Soriana und Chedraui. Uber Eats stand unterdessen erneut im Fokus der Verbraucherschutzbehörde Profeco, die ihre Kosten und Gebühren bei aktuellen Bestellungen erneut verglich. Das erinnert daran, dass das Vertrauen der Verbraucher in den Lieferdienst weiterhin fragil ist. Rappi blieb ebenfalls nicht zurück: Die Plattform festigte ihre Stellung als zentraler Aggregator sowohl für Fast Food als auch für Supermarkt-Besorgungen und setzte auf umfassende Bequemlichkeit statt auf Spezialisierung. Domino's Pizza setzte für seine Sichtbarkeit unter den bekanntesten Ketten ganz auf die Oktober-Aktionen, eine Strategie, die in einem Monat, in dem die freien Ausgaben meist knapp sind, besser funktionierte als erwartet. KFC wollte mit etwas anderem überraschen: Das neue Rezept Hot Cruji Bravo sorgte sofort für Gesprächsstoff bei allen, die echte Schärfe suchen und nicht nur ein Etikett auf der Speisekarte. McDonald's tauchte, seinem bewährten Spielbuch folgend, dank aktiver Gutscheine und Promotionen wieder auf und hält die Kette auch ohne spektakuläre Neuheiten relevant. DiDi Food blieb im Gespräch durch die endlose Debatte über Provisionen, Preise und Nachfrage, ein Thema, das nie gelöst wird, aber trotzdem immer wieder Klicks erzeugt. OXXO Andatti hingegen spielte die disruptivste Karte des Monats aus: einen Kaffee für einen Peso. Die Aktion steigerte die Sichtbarkeit fast augenblicklich und setzte Ketten mit traditionellen Preisen unter Druck. Burger King rundete das Bild ab, indem es sich auf laufende Promotionen und das Gewicht innerhalb des Alsea-Portfolios stützte, was ausreichte, um unter den Meinungsführern fest zu bleiben.
- 1Das ist weder Zufall noch Glück.
- 2Die amerikanische Kaffeehauskette weiß, dass saisonale Termine in Mexiko nicht nur Marketing sind, sondern Identität, und hat dieses Gefühl in diesem Monat besser eingefangen als jede andere Food-Marke.
- 3Das eigentliche Schlachtfeld im Oktober waren jedoch Logistik und Preis.
- 4Walmart Express hat seine Filialen umgebaut, und zwar ausschließlich mit Blick auf Kundinnen und Kunden, die vom Handy aus einkaufen.
- 5Damit positionierte sich die Kette als Maßstab für Quick Commerce, im Wettbewerb mit Soriana und Chedraui.
Fazit
Dieser Monat hinterlässt ein klares Muster: In Mexiko wird Essen sowohl wegen des Geschmacks als auch wegen des Preises und der Bequemlichkeit konsumiert. Die Marken, die an Boden gewannen, waren nicht unbedingt jene mit dem innovativsten Produkt, sondern jene, die den genauen Moment der Konsumenten verstanden: Wer ein emotionales Erlebnis wie bei Starbucks sucht, wer wie bei Andatti oder McDonald's sparen will und wer schlicht möchte, dass das Essen schnell kommt, wie bei Rappi oder Uber Eats. Die mexikanische Gastronomie bewegt sich weiterhin zwischen kultureller Nostalgie und Preiskrieg, und beide Kräfte werden bestimmen, wer die nächste Runde gewinnt.